Krause Tritthebelpressen Mb 95-125 und Mb 115-140

Krause Handhebelpresse Mb 95-125

Die Broschüre „Anweisung über Zusammenbau und Behandlung der Tritthebelpressen „Krause“ für Kraftbetrieb, Modell Mb 95-125 und Mb 115-140″, ist leider nicht datiert.

Die Broschüre verwendet abwechselnd die Begriffe „Tritthebelpresse“ und „Handhebelpresse“ bei ansonsten identischer Typenbezeichnung.

Alles muss man selber machen. Oder vielleicht doch nicht? Du hast weitere Unterlagen über diese oder andere Maschinen, die du gerne teilen möchtest? Prima, bitte melde dich.

Tritthebelpressen „Krause“ für Kraftbetrieb, Mod. Mb 95-125 und Mb 115-140

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Krause Handhebelpresse Mb 95-125

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Zum Gebrauch in der Werkstatt!
Anweisung über Zusammenbau und Behandlung der Tritthebelpressen „Kraus“ für Kraftbetrieb
Modell Mb 95-125 und Mb 115-140
KARL KRAUSE A.-G. LEIPZIG
Maschinenfabrik


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Arbeiten Sie nur mit „Krause“-Maschinen!
Diese haben sich seit 1855 tausendfach glänzend bewährt und sind unerreicht in Leistung und Ausführung.

170000 „Krause“-Maschinen
darunter
60000 Schneidemaschinen sind über die ganze Welt verbreitet.


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Zum Gebrauch in der Werkstatt!

Anweisung über Zusammenbau und Behandlung der Tritthebelpressen „Kraus“ für Kraftbetrieb
Modell Mb 95-125 und Mb 115-140


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Abbildung

Modell Mb 95-125 in gebrauchsfertigem Zustande.

Die Handhebelpressen „Krause“ Modell Mb 95-125 und Mb 115-140 werden zwecks leichteren Transportes in den Arbeitsraum und um Bruchschäden möglichst zu vermeiden, soweit notwendig, zerlegt verpackt und versandt.

Aufstellung und Zusammenbau. Nach dem Empfang ist die Maschine sorgfältig auszupacken, damit nichts verloren geht. Schrauben und Scheiben, die zur Verpackung not-wendig waren, gehören nicht mit zur Maschine.

Nach dem Auspacken sind alle Teile gründlich zu reinigen, wobei hauptsächlich auf die durch eine rote Umrandung gekennzeichneten Schmierlöcher zum Ölen der Lagerstellen zu achten ist. Alle blanken Arbeitsflächen und Lagerstellen sind mit gutem Fett oder Öl zu versehen.

Durch den Zusammenbau wird eine genaue Kenntnis der einzelnen Teile und deren Zusammenarbeiten sowie volles Verständnis für die richtige Behandlung der Maschine gewonnen.

Bevor mit dem Aufbau begonnen wird ist für einen guten Stand zu sorgen. Bei schwachen Böden ist genügende Unterlage zu schaffen. Alle Teile der Maschine sind genau zusammenpassend gezeichnet, so daß der Aufbau ohne weiteres vorgenommen werden kann. Die zur Erläuterung der nachfolgenden Zeilen dienenden Abbildungen sind zwischen letzter Seite und Umschlag herausklappbar eingeordnet. vorgenommen werden kann. Die zur Erläuterung der nachfolgenden Zeilen dienenden Abbildungen sind zwischen letzter Seite und Umschlag herausklappbar eingeordnet.


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Der Zusammenbau ist in der nachstehend beschriebenen Reihenfolge vorzunehmen: Linke Gestellwand 1 (Bild 1) aufstellen.

Verbindungsstangen 22, 24 und 29 unter Beachtung der aufgeschlagenen Zeichen an der Gestellwand 1 befestigen, und durch Abstützen der noch freien Enden der Verbindungsstangen die Gestellwand 1 gegen Umfallen sichern.

Walze 18 in das Lager der Gestellwand 1 einlegen, nachdem vorher das Lager und der Zapfen der Walze 18 sauber aus- bzw. abgewischt worden sind; Walze 18 einstweilen auf der anderen Seite durch eine Holzbohle unterstützen.

Verbindungsstangen 13 und 19 nunmehr auch an der Gestellwand 1 befestigen.

Gestellwand 20 so aufstellen, daß der noch freie Zapfen der Walze 18 in dem Lager der Gestellwand 20 ruht und die Gestellwand 20 selbst mittels der Verbindungsstangen 13, 19, 22, 24 und 29 befestigen; die Holz-bohle, die zur Unterstützung der Walze 18 diente, kann darauf wieder entfernt werden.

Antriebswelle 4 durch das Lager der Gestellwand 1 einführen, Kupplungsmuff 48 (Bild 2), Gurttrommel 47 mit dem zwischen den beiden letzteren befindlichen Stellring sowie die Stellringe 46 und 43 auf die Antriebswelle aufstecken und dieselbe darauf in das Lager der Gestell-wand 20 (Bild 1) gleichfalls einführen.

Tritthebelwelle 30 in die entsprechenden Lager der Gestellwände einführen, die Gewichtshebel 2 und 3 dabei auf diese Welle aufstecken und aufkeilen.

Beide Gestellwände 1 und 20 sowie Walze 18 genau wagrecht (sic!) nach der Wasserwage ausrichten, gegebenenfalls durch Unterkeilen der Gestellwände mittels Holzkeilen; in genau wagrechter (sic!) Stellung der Maschine muß sich sowohl die Walze 18 als auch die Antriebswelle 4 und die Tritthebelwelle 30 leicht drehen lassen. Ist letzteres der Fall, so sind alle Schrauben, die das Maschinengestell zusammenhalten, fest anzuziehen.

Steg 5 und Gurttrommelwelle 21, den Zeichen entsprechend, zwischen die Gestellwände einführen und durch Schrauben befestigen.

Tritthebelschuh 54 (Bild 2), der das Trittbrett 56 trägt, auf Tritthebelwelle 30 (Bild 1) aufkeilen. Gewichte 53 (Bild 2) und 55, den Zeichen entsprechend, auf die Gewichtshebel 2 (Bild 1) und 3 aufstecken.

Balancierhebel 27 (Bild 1) einsetzen und durch Bolzen 28 mit der Gestellwand 1 verbinden, außerdem Winkelhebel 65 (Bild 2) einsetzen und


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denselben mit dem Balancierhebel 27 (Bild 1) durch das Gelenkstück 26 vereinigen; Gewicht 25 aufstecken.

Unteres Zugstangenteil 60 (Bild 2) einsetzen, Zugstangenteil 64 mit dem drehbaren Kloben 16 (Bild 1) und der Feder 17 in das Auge 63 (Bild 2) der Gestellwand 20 (Bild 1) einführen und zwar so, daß der Zapfen des Klobens 16 nach der Seite des Antriebes zeigt und beide, d. h. Teil 60 (Bild 2) und Teil 64, zusammen durch den Keil 61 verbinden.

Welle 23 (Bild 1) in die entsprechenden Bohrungen der Gestellwände einführen; diese Welle sitzt in den Bohrungen fest, ist also durch einige Schläge unter Vorhalten eines Schlagholzes in die Bohrungen einzutreiben.

Tritthebel 57 (Bild 2) einsetzen und durch einen Bolzen mit dem Tritthebelschuh 54 verbinden; Gelenk 62 auf den noch freien Zapfen der Welle 23 (Bild 1) aufstecken und gleichfalls durch einen Bolzen mit dem Tritthebel 57 (Bild 2) verbinden.

Trittbrett 56 an den Tritthebelschuh 54 anschrauben und Gewichte 53 und 55 derart auf den Gewichtshebeln 2 (Bild 1) und 3 befestigen, daß das Trittbrett 56 (Bild 2) nach oben gezogen wird.

Mutter 8 (Bild 1) auf das obere Gewindestück des Balancierhebels 27 aufschrauben, Druckbalken 11 darüber stecken, Gegenmutter 9 mit den vier Handgriffen auf den oberen Teil der Mutter 8 aufschrauben und beide Muttern 8 und 9 durch Eindrehen einer kleinen Schraube gegen Loslösen sichern.

Zugspindel 15 von unten her in die Bohrung des Druckbalkens 11 einführen, zuvor einen kleinen Führungskeil, welcher die Zugspindel gegen Verdrehen sichert, in die Bohrung einsetzen und von oben her die Stellmutter 14, die gleichfalls vier Handgriffe hat, auf die Zugspindel 15 aufschrauben. Reibergehäuse 10 (Bild 1) in den Druckbalken 11 einsetzen und durch den Bolzen 12 mit dem letzteren verbinden.

Reiber 38 (Bild 2) in das Reibergehäuse 10 (Bild 1) einführen und durch den Bolzen 39 (Bild 2) in seiner richtigen Lage sichern. Wird die Reibfläche des Reibers, wie fast ausschließlich üblich, mit weichem Leder überzogen, das mit kleinen Drahtstiften angenagelt wird, so ist dies vor dem Einsetzen des Reibers vorzunehmen.

Anschlag 7 (Bild 1), der als Begrenzung des Druckbalkens 11 beim Herumschwenken dient, an der Gestellwand 1 befestigen.

Vorreiberwelle 58 (Bild 2) mit Griff 41 von oben her in die Lager ein-führen, Vorreiber 59 auf das untere Ende der Vorreiberwelle 58 auf-stecken und durch eine Spitzenschraube befestigen. Riemenscheibe 42 (Bild 2) auf Antriebswelle aufkeilen, Kupplungs-muff 48 und Gurttrommel 47 an die richtige Stelle auf der Antriebs-


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welle 4 (Bild 1) rücken und die Stellringe 46 (Bild 2) und 43 durch die vorgesehenen Schrauben befestigen.

Karren 35 (Bild 2) in die Maschine einlegen und zwar so, daß die Seite, an der sich die Zahnleiste 37 befindet, auf der Führungsfläche der Gestellwand 20 (Bild 1) aufliegt.

Gurttrommel 34 (Bild 2), welche aus zwei Teilen besteht, auf der Gurttrommelwelle 21 (Bild 1) anordnen unter genauer Beachtung der Zeichen und durch Schrauben miteinander verbinden; die Gurttrommel 34 (Bild 2) muß sich auf der Welle leicht drehen.

Gurt 33 (Bild 2) am Karren 35 befestigen und Gewicht 31 in den Gurt 32 einhängen.

Gurt 45 (Bild 2) über die Rolle des Karrens 35 hinwegführen und das eine Ende an dem Steg 5 (Bild 1) mittels Schrauben befestigen, während das andere Ende durch einen Bolzen mit der Gurttrommel 47 (Bild 2) zu verbinden ist.

Gabelhebel 49 an dem Steg 5 (Bild 1) anordnen, Kniehebelgelenk 51 (Bild 2) durch Bolzen auf dem Steg und Doppelhebel 6 (Bild 1) auf der Gestellwand 20 befestigen und gegenseitig miteinander durch die Stange 50 (Bild 2) verbinden, schließlich noch Einrückhebel 44 an der Gestellwand 20 (Bild 1) befestigen und diesen durch die Stange 52 (Bild 2) mit dem Doppelhebel 6 (Bild 1) mittels Bolzen verbinden.

Schutzhaube für den Kupplungsmuff 48 (Bild 2) (auf den Bildern nicht zu sehen) an dem Steg 5 (Bild 1) anschrauben.

Nachdem noch alle Deckscheiben an den Wellenenden, den Zeichen entsprechend, befestigt worden sind, ist damit die Maschine vollständig zusammengesetzt. Ratsam ist es jedoch, nochmals alle Schrauben, Muttern, Splinte usw. zu prüfen, ob dieselben ordentlich fest sitzen. Weiter ist es ratsam, die Maschine erst einmal von Hand durchzudrehen, um zu sehen, ob alles leicht und ordnungsgemäß geht. Ist letzteres der Fall dann ist erst der Riemen aufzulegen.

Behandlung.

Die Hauptbedingung für das gute Arbeiten einer Tritthebelpresse ist, daß sie sachgemäß und mit Verständnis benutzt wird.

Zu beachten ist:

1. Die Maschine muß auf einem guten Fußboden fest und genau wag recht stehen.

2. Alle Teile der Maschine müssen stets peinlich sauber gehalten werden

3. Sämtliche Lagerstellen und Reibungsflächen sind stets genügend mit gutem Öl oder Fett zu schmieren. Ist das Öl oder Fett im Laufe der


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Zeit zu dick oder hart geworden, so muß die Maschine unter Anwendung von Petroleum oder Benzin gereinigt werden.

4. Ist der Stein zum Druck fertig und ordnungsgemäß in die Maschine eingelegt worden, so ist der Druckbalken 11 (Bild 1) bezw. der Reiber 38 (Bild 2) durch die Muttern 9 (Bild 1) und 14 derart einzustellen, daß bei niedergedrücktem Trittbrett 56 (Bild 2) der Reiber genau horizontal steht bezw. ganz gleichmäßig auf dem Stein aufliegt; der Zapfen des drehbaren Klobens 16 (Bild 1) muß dabei sicher in dem Auge der Zugstange 15 sitzen.

5. Infolge der eigenartigen Wahl der Druckhebelübersetzung ist bei diesen Pressen schon ein leichter Druck auf das Trittbrett 56 (Bild 2) genügend, um einen schweren Druck auf den Stein zu erzeugen; es ist deshalb ratsam, den Druck auf das Trittbrett nicht allzu schwer auszuüben, weil dadurch einem Bruch der Steine vorgebeugt wird.

6. Das Ingangsetzen der Presse erfolgt durch Einrücken des Kupplungs-muffes 48 (Bild 2) mittels des Einrückhebels 44. Das Ausrücken erfolgt dagegen selbsttätig und zwar durch den Anschlag 40, welcher je nach Größe der Steine auf der Zahnleiste 37 verstellt werden kann. Dieser Anschlag stößt nach beendetem Karrendurchzug an einem Vor-sprung des Handhebels 44 an und löst dadurch die Kupplung.

7. Durch eine Vierteldrehung des Handgriffes 41 (Bild 2) und damit auch des Vorreibers 59 wird das Trittbrett 56 während des Druckes in der untersten Stellung gehalten. 8. Beim Lösen des Druckes ist nur notwendig, den Handgriff 41 (Bild 2) zurückzudrehen, wodurch das Trittbrett 56 frei wird; damit aber nicht das Trittbrett 56 zurückschnellt, ist es empfehlenswert, beim Lösen einen Fuß auf dem Trittbrett ruhen zu lassen. Nach dem Lösen des Druckes wird der Karren 35 durch das Gewicht 31 selbsttätig zurückgezogen.

9. Der Gatterboden 36 aus Holz wird dann gebraucht, wenn mit solchen Steinen gearbeitet werden soll, die durch öfteres Abschleifen zu niedrig geworden sind. Er dient als Unterlage für die zu schwachen Steine und gleicht den entstandenen Höhenunterschied aus. Nicht gebraucht wird dagegen der Gatterboden, wenn mit einer gußeisernen Fundamentplatte gearbeitet wird, wie solche vielfach zum Drucken von Zink- oder ähnlichen Platten verwendet werden.

KARL KRAUSE * A.-G. * LEIPZIG PAPIERBEARBEITUNGSMASCHINEN


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„Krause“-Maschinen sind erprobte und bestens bewährte Maschinen zur Bearbeitung von Papier und Pappe sowie ähnlichem schneid- und stanzfähigen Material.

Wir liefern als ausschließliches Sondererzeugnis:

Schneidemaschinen

  • Vergolde- und Prägepressen
    • Monogramm-Prägepressen
  • Sondermaschinen für Buchbindereien 
    • Bücherrunde- und Abpreßmaschinen
    • Sprungrücken-Biegemaschinen
    • Register-Einschneide- und Druckmaschinen
    • Papier-Schnellbohrmaschinen
    • Kanten-Schrägmaschinen
    • Falz-Niederdruckpressen  
    • Glätt- oder Packpressen
  • Stein- und Kupferdruckpressen
  • Karton- und Pappscheren
  • Karten- und Pappscheren mit Kreismessern
  • Rillen-, Ritz- und Nutmaschinen
  • Pappen-Biege- und Schlitzmaschinen
  • Ausstanzmaschinen für Stanzeisen
  • Sondermaschinen für die Kartonnagen-Industrie
    • Fingerhohlmaschinen
    • Ecken-Rundstoß-Maschinen
    • Ecken-Ausstanz- und Schlitz-Einschneidemaschinen
    • Doppel-Zargen-Schneidemaschinen
    • Exzenterpressen
    • Universal-Stanzmaschinen mit auswechselbaren Stanzwerkzeugen  
  • usw. usw.  

Wir vermögen allen Ansprüchen zu genügen und stehen nach Einsendung von Arbeitsmustern und Bekanntgabe der besonderen Wünsche  mit zweckdienlichem Angebot jederzeit zur Verfügung.


Seite 10 Transkript (Umschlag)

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Seite 11 (Umschlag Rückseite)

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