Mein neues Bild von Gutenberg

Bücher, die Gutenberg mit Rauschebart und Pelzhut zeigen, sind mir eigentlich von jeher suspekt. Wenn schon das Portrait bekanntlich fiktiv ist, wie verlässlich soll dann der Inhalt sein? Als ich unlängst zufällig „Gutenberg, der Mann, der die Welt veränderte“ von Klaus-Rüdiger Mai sah, griff ich trotzdem zu. Das war eine gute Idee, denn trotz anfänglicher […]

Von Gottes Gnaden – Das Gottesgnadentum im Gautschbrief der Drucker und Setzer

Alte Gautschbriefe berufen sich oft auf „Gottes Gnaden“. Das hat mich lange verwundert, denn eigentlich dient das Gottesgnadentum doch der Begründung monarchischer Herrschaftsansprüche – erstmals 751 durch Pippin den Jüngeren. Umso erstaunlicher, dass Kaiser, Könige und sonstige Herrscher es hinnahmen, dass auch Handwerker sich für die Ausübung ihres Berufs auf göttliche Gnaden beriefen. Die Erklärung […]

Umbruch, Umbrecher, Mettage und Metteur

Was bedeutet Umbruch und was genau macht ein Metteur? Wir haben nachgeschaut und sind im „Handbuch für Papier, Schrift und Druck“ von 1943 fündig geworden. Nach der Lektüre dieses wahrlich Respekt einflößenden Regelwerkes weiß man einmal mehr den Satz am PC und den Druck vom Klischee zu schätzen!

Handsatz, Maschinensatz, Klischee. Wie kommt das Druckmotiv aufs Papier?

Zum Drucken gehört eine Druckform, die das Druckmotiv (also die abzubildenden Bereiche) widergibt. Diese entsteht wahlweise im Hand- oder Maschinensatz oder als Klischee.

Im Letterpress wird gedrückt, nicht geprägt

Das Besondere am Letterpress ist sein Druckbild mit einer sicht- und tastbaren Struktur. Dieser Vorgang lässt sich zwar mit dem Planprägen (oder Vollprägen) vergleichen, beim Prägen wird aber keine Farbe übertragen. Die Druckform wird beim Drucken in das Papier (den Bedruckstoff) gepresst, das dabei an den Motivstellen partiell verdichtet wird. Das Motiv liegt danach leicht […]

Bleilettern – und was der Buchdruck mit Milch zu tun hat

Zu den Erfindungen Gutenbergs gehören die Handgießmaschine zum Herstellen von Drucklettern sowie eine passende Metalllegierung. Gemeinhin spricht man zwar von „Bleilettern“, gleichwohl bestehen diese nicht nur aus Blei.

Wenn Fotopolymer das Blei ablöst. Ist das noch Buchdruck?

Geht Buchdruck auch ohne Blei? Gerne! Unter Eingeweihten gibt es eine recht leidenschaftlich geführte Diskussion, was denn Buchdruck wäre. Die ganz konservativen Vertreter sind der Auffassung, nur Hand- und Zeilensatz wären authentisch im Sinne der Gutenbergschen Idee. Doch es gibt gute Gründe, die Bleilettern auch mal im Regal zu lassen.

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